Dienstag, 16. April 2013

Kann hier jemand walisch???

Hallo meine lieben Daheimgebliebenen,

jaja, der Standardsatz folgt : ich hab in letzter Zeit mal wieder sooo viel erlebt und es gibt einiges zu berichten.

Und ich wage zu behaupten das ihr in diesem Post mit die schönsten Fotos meiner Reise zu sehen bekommt...aus der Luft, auf dem Wasser und diemal sogar von der Welt unter Wasser.

Nach der unfassbar coolen Fraser-Island-Tour von der ich ja letztes mal berichtet hatte gings auf in das wohl langweiligste Kaff Australiens: Agnes Water. Da gibt es wirklich niiiichts zu tun. Keine Geschäfte, keine Sehenswürdigkeiten, kein schöner Strand. Aber ich war auch für nichts dergleichen in dieses Örtchen gekommen, sondern um die Cast-Away-Tour zu machen. Basierend auf dem Film wird man in einer kleinen Gruppe auf eine einsame Insel geflogen und sich dann mehr oder weniger selbst überlassen...übrigens mit den zwei giftigsten Schlangenarten der Welt und ein paar tödlichen Spinnen (was ich natürlich erst erfahren hab, als ich schon dort war -.-).

Aber alles der Reihe nach:

Von einem Treffpunkt in der "Stadt" wurden wir also zum Flugplatz gefahren. Dort angekommen der erste Schock:


 
'Was!!!!??? Ne Cessna!? Ich soll in dem kleinen Furzding fliegen??? Näää ich glaub es hackt...' war mein erster Gedanke. Ich mein..ich wusste ja, das wir auf die Insel geflogen werden, hatte allerdings nicht mit so ner Klapperkiste gerechnet.

'Nagut Isabell: Piens jetzt mal nicht rum, du hast dir das ja selbst eingebrockt und die meinen das ja auch nicht wortwörtlich mit dem "basierend auf dem Film" (in dem Tom Hanks in so nem Ding abgestürzt ist!!!)'
Okay, also Sachen eingeladen, eingestiegen(es haben übrigens 4 Leute inklusive Pilot reingepasst) und die Kamera gezückt. Ich war sooo aufgeregt und hab noch kurz die Stirn gerunzelt als Bruce, unser Pilot irgendwas von 'dancing boobs' gelabert hat. Hat mich in dem Moment aber nicht interessiert...hat er wohl gesagt weil es in dem kleinen Ding ruckeln wird.
Also: angeschnallt und gegenseitig das Okay-Zeichen gegeben und schon gings los. Augen kurz zu, Augen wieder auf und schon waren wir in der Luft. Hach, das war ja garnicht so schlimm :)
Nach 5 Minuten hatten wir dann unsere Flughöhe erreicht. Auf einmal hat Bruce eine unserer Kameras auf das Armaturenbrett (heisst das so im Flugzeug!?) gelegt und sagte zu Ashley, der hinten neben mir hockte: Ok, du bist dafür verantwortlich die Kamera aufzufangen. Alle riefen ein fragendes HÄ? aus und eine Sekunde Später gings im Sturzflug(!!!) nach unten, sodass wir schwerelos waren und die Kamera und alles was sonst lose im Flugzeug gelegen hat in Slowmotion durchs Flugzeug geflogen ist.

Ashley hat die Kamera übrigens das erste mal nicht gefangen und sonst auch keiner...wir waren alle zu sehr mit kreischen und dem Versuch nicht in die Hose zu machen beschäftigt.

Hahaha, das war sooo hammergeil, nach dem ersten Schock fanden wir das super und spornten Bruce an noch ein paar Kunststücke zu machen. Nach rechts, nach links, nach oben nach unten, zur Seite...Aaaahja, jetzt wusste ich also was Bruce mit den dancing boobs gemeint hat, hahaha :)

Nach ca 20 Minuten, einer speziellen Flugerfahrung mehr und viele schöne Luftaufnahmen später kamen wir also im auf der Insel in einem kleinen Camp an, wo uns 2 Ranger und einige andere 'Verschollene' erwarteten. Also doch nicht ganz so einsam :)
 
Die Aussicht :)


Ashley und ich hinten im Flugzeug...ein bisschen nervös, haha


Da isse...unsere einsame Insel!

 
Die Gruppe war für eine ganze Insel trotzdem relativ klein. Zu elft waren wir.
Am Nachmittag unternahmen wir zusammen noch eine kleine Wanderung auf die andere Seite der Insel und erkundeten dabei Regenwald, Strände und steile Klippen.
Abends sass die ganze Gruppe dann vor dem Camp (das direkt am Strand lag) und beobachteten den Sonnenuntergang. Der war sooo schön. Der schönste, den ich auf meiner bisherigen Reise gesehen hab. Nein, den ich überhaupt jemals gesehen hab!!!

auf dem Weg...

Die ganze Gruppe


Bilder geniessen...


Ich konnt mich einfach nicht für nur ein Bild entscheiden, haha

 
Am nächsten Tag - ich blieb ganz mutig für 2 Nächte - war dann relaxen angesagt. Vom Zelt an den Strand, ins Meer, an den Strand, in die Küche, an den Strand...usw
Ein paar Delphine waren ganz nah, sodass man sie von Strand aus sehen konnte, ein Tag bevor ich ankam wurden ein paar kleine Haie und Meeresschildkröten gesehen.
Giftige Spinnen und Goanas sind mir über den Weg gelaufen, Schlangen hab ich allerdings diesmal keine gesehn (zum Glück, haha)

;)


Unsere Küche, direkt am Strand

Hier hab ich mir morgens immer die Zähne geputzt...

 




 
Ein Goana...der sieht auf dem Bild klein aus, diese Viecher werden aber bis zu 2m lang...der hier war ca 1m
 

Abends wurden am Lagerfeuer noch Marshmallows gegrillt :)

Und nach der zweiten Nacht gings morgens dann leider schon wieder zurück. Diesmal mit nicht so vielen Kunststücken, der Wind war zu stark.
 





 
Ich mit der Holländerin Marike.
Eine Nacht und einen Tag 'musste' ich dann noch in Agnes Water verbringen bevor es mit dem Nachtbus nach Airlie Beach ging.
 
Was es in Airlie Beach zu tun gibt? Die Whitsundays angucken gehen!!!!

Da hatte ich mich ja schon sooo drauf gefreut. Die Freude hielt aber nur ungefähr 5 Sekunden, dann hat es angefangen zu regnen. Na toll...in ein paar Stunden sollte es doch schon losgehen!!! Dann hab ich auch noch zwei Mädels, die ich von Fraser Isalnd kannte getroffen, die gerade von ihrer Tour zurückkamen und mir ganz traurig erzählten, wie scheisse es für sie gelaufen ist. Bei denen hat es nämlich die 2 Tage dauergeregnet und sie mussten die ganze Zeit IM Boot verbringen, konnten nicht schnorcheln gehen und haben den berühmten White Heaven Beach nicht gesehen. Zu allem Übel kam noch, das auch sehr starker Wind ging und die hälfte der Reisenden sich ständig übergeben mussten.
Na das kann ja heiter werden -.-
Egal, das Geld dafür ist eh weg und ich glaube ja immer fest an mein gutes Karma.

Naaaja, also es hat schon sehr viel geregnet, aber zum Glück nicht nur. Zwei mal konnten wir schnorcheln gehen und manchmal hat sich sogar die Sonne kurz blicken lassen. Und eigentlich kann man es fast schon Glück nennen, dass am Morgen des zweiten Tages ein so starker Wind ging, das wir erst abends zum White Heaven Beach fahren konnten, anstatt wie jeder morgens. Denn wir hatten zwar ein bisschen Nieselregen, aber dafür den kompletten Strand für uns allein, wo sich wie gesagt morgens bis zu 2000 Touristen tummeln!!!

Unser Motto war übrigens "Fuck the rain" und so rannten wir bei regen ins Wasser und spielten danach noch klitschnass Rugby am Strand - der Strand mit dem feinsten Sand der Welt übrigens. So fein, das man sich damit tatsächlich die Zähne putzen oder seinen Schmuck polieren kann!!!
Eine 500Dollar Strafe erwartet den, der mit Whitsunday-Sand erwischt wird. Und zwar deshalb, weil dieser Strand eh schon, auch wenn kein Sand geklaut wird in ca 40 Jahren verschwunden sein wird. Ausgewaschen vom Meer. Also wenn ihr diesen wunderschönen Ort noch sehen wollt, dann bitte innerhalb der nächsten paar Jahre ;)

Am Ende muss ich sagen, auch wenn es ca 60% der Zeit geregnet hat war es ein super Trip, die Crew war toll und hat uns immer aufgeheitert wenn wir mal vom Wetter angepiselt waren (im wahrsten Sinne des Wortes, haha).
 

kurz vorm schnorcheln...


Ahoi!!!

Es gab sogar eine Piraten-Planke, von der wir hüpfen konnten :D


WhiteHeavenBeach



Das war sooo schön...abgesehen vom regen.




Und windig wars auch noch!

Great-Barrier-Reef-Info-Runde :)

Als wir wieder zurück waren gabs noch die After-Boat-Party, hehe
 

Und damit gings dann schon auf, zu meiner letzten Destination Cairns.

Die ersten 3 Tage waren relativ relaxt, mit Stadt erkunden und abends ein paar Drinks in der Hosteleigenen Bar/Club einnehmen.

Gestern dann war es aber endlich soweit: tauchen im Great-Barrier-Reef.
Oh mein Gott, das war soooo cool :D

Zuerst ging es auf einem Boot 1,5 Stunden raus aufs offene Meer. Danach wurden wir in 12 Gruppen aufgeteilt, sodass in jeder Gruppe 3 Leute waren. Ich war in Gruppe 10, konnte also vor meinem Tauchgang noch ein bisschen Schnorcheln gehen. Das war schon so supercool, da sich an einer bestimmten Stelle der Grund nur 1-2 Meter unter einem befand und man somit selbst beim schnorcheln supernah dran war.
Nach einer Stunde war ich dann aber dran. Tauchausrüstung auf den Rücken, Brille auf, Flossen an und ab gings in die Tiefe. Natürlich mit Sicherheits-Briefing und den gängigen Zeichen und Tipps unter Wasser.

Uiuiui...das war schon ein bisschen unheimlich. So tief unter Wasser (6.5m) und man kann nicht einfach mal so schnell wieder hoch. Zudem fiel es mir in den ersten Minuten unheimlich schwer die Kontrolle über meinen Körper unter Wasser zu halten, besonders mit diesen riesen Flossen an den Latschen. Da gerät man schon mal schnell in Panik. Aber ich habs dann doch noch irgendwie hinbekommen und unser Tauchlehrer hat uns ganz süss an die Hand genommen :)So sind wir also Händchenhaltend durch die Meereswelt getaucht und ich war superbeeindruckt. 20 Minuten hatten wir unter Wasser, mir kam es jedoch vor wie 5 Minuten.
Wenn einer, der schon mal getaucht ist erzählt, dass man in eine völlig andere Welt abtaucht dann denkt man immer man kann sich das gut vorstellen und ist von dieser Vorstellung schon beeindruckt. Aber wenn man das dann wirklich selber macht, ist das nochmal ne ganz andere Sache. Wieder sowas, was man niemals beschreiben könnte, weil es einfach eine so unglaubliche Erfahrung ist. Da hab ich mir schon mal die ein oder andere Sekunde gewünscht ein Fisch zu sein, hahaha.

 

viele bunte Fischis :)

das Boot...



Grüsse aus der Unterwasserwelt!

Eine Muschel...die war soooo riesig!!!


Nemo in seiner Anemone ;)





Dori!!????



:)



 

Mama und Papa, ich kann euch übrigens beruhigen: nein, ich will jetzt kein Tauchlehrer werden. Obwohl es eine sooo tolle Erfahrung war, hätte und hab ich auch einfach einen riesen Respekt und auch ne ganze Ecke Schiss vorm tauchen. Man kann nicht einfach schnell hochtauchen und Luft holen, man muss immer ruhig bleben, egal was passiert und man darf nichtmal grinsen oder gar lachen, weil dann die Maske voll Wasser läuft, haha..Also nix für mich. Das war bestimmt nicht mein letzter Tauchgang in meinem Leben, aber jeden Tag oder gar alleine, ohne jemanden an der Hand würde ich mich das wohl nicht trauen.
 
So Leute und das wars auch schon...schon, haha...naja
Heute war ich den ganzen Tag im Regenwald unterwegs, bin unter dem berühmten Wasserfall aus der Herbal-Essences-Werbung hergeschwommen und hab ich einem Vulkan gebadet.
Aber davon mehr im nächsten Post...den werd ich übrigens wieder in Asien schreiben, morgen gehts nämlich nach: SINGAPUUUUR
Hach was freu ich mich da schon drauf :) bin aber natürlich auch traurig, das ich Ozeanien nach knappen 3 Monaten wieder verlassen muss...
 
Übrigens bin ich jetzt schon 6 1/2 Monate unterwegs!!!!! Die Zeit verfliegt...verrückt!!!

 
Wie immer hoffe ich, das es Euch daheim gut geht!!! Bei Euch kehrt ja jetzt hoffentlich auch bald mal der Frühling ein!!!
 
Eure Isabell
 

4 Kommentare:

  1. Hallo Isi, Du strahlst auf allen Bildern wie ein Honigkuchenpferd, das scheint ja so richtig gut gewesen zu sein. Gute Reise nach Singapur und viele liebe Grüße Petra + Jojo + Oskar

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  2. huhu kleines Kind
    also der beste Post kommt doch erst noch
    *zwinker*
    das wird aber auf jeden Fall einer ohne Bilder
    weil des Stimmt: diese Bilder kann man nicht toppen...
    wenn der Sonnenuntergang auf Bali nur halb so schön ist und der Strand nur halb so weiß, dann freu ich mir jetzt schon ein Loch in den Bauch
    kisskisskiss die muddi

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  3. Wir haben nun auch Frühling und 24 Grad.
    Von der Planke springen...hihihi,das errinert mich an Comics,wo unten die Krokodile das Maul
    Aufreisen und auf den Sprung des Piraten warten....grins...
    Super Bilder und Unterwasseraufnahmen.

    Weiterhin gute Reise.

    Kuss,
    Papa

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  4. Boah Papaaaaaa.... Du bist doch nur neidisch :-)

    Am Besten finde ich das Bild, wo Ilsi-Bilsi im Taucheranzug steht und den dicken Daumen nach oben hält. HAHAHAHAHAH!!!

    Geilo, Schwesti. Ich wäre gerne bei Dir :-(

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