Sonntag, 3. Februar 2013

Postkartenmotive und Superlative


Hallo meine Lieben,

es ist wie immer wieder viel passiert in den letzten Tagen und ich habe gerade Zeit, also hab ich mir gedacht: schreibste mal wieder nen laaaangen Bericht und postest viele schöne Bilder...also macht euch lieber erst mal nen Kaffee oder Tee, haha... Viel Spass!

Nach dem wuuuunderschönen Wanaka, gings dann also richtung Queenstown weiter, mit neuem Busfahrer, da Julia und ich ja off-gehoppt waren.

Queenstown: Eine superschöne Stadt, mit süssem Hafen und schönen Bergen und hammer Atmosphäre...hier hab ich mich direkt wohl gefühlt. Auch hier bin ich off-gehoppt und habe insgesamt 6 Nächte verbracht.

Kurz bevor wir in Queenstown angekommen sind, haben wir mit dem Bus noch einen kurzen Halt beim Haupt-Bungee-Office ein bisschen ausserhalb der Stadt gemacht, damit sich jeder über die Angebote informieren und schon mal seinen Sprung buchen konnte. Da unsere Busgesellschaft immer irgendwelche Angebote hat, konnte man hier 20NZD sparen. Und weil sich dann sooo viele für den Sprung entschieden, gabs dann irgendwie nochmal 40NZD Rabatt...Man konnte also 60 Ökken sparen!!! Da geht das Backpackerherz natürlich auf und Julia und ich entschieden uns für den 43-Meter-Sprung in den Kawarau-River (angeblich der erste Bungee-Sprung-Ort der Welt) und den höchsten Bungee-Swing der Welt, den wir gemeinsam im Tandem-Sprung wagen wollten. Zur Erklärung: Beim Bungeeswing, fällt man wie beim normalen Bungee-Sprung erst mal in die Tiefe, schwingt dann aber im galanten Bogen hin und her, anstatt auf und ab...Ausserdem kann man sich da selbst aussuchen wie man fallen möchte: Kopfüber, vorwärts, rückwärts, zu zweit sich gegenüber oder der eine auf dem Schoss vom anderen, usw...

Zuerst mal zum Bungee-Sprung. Morgens um 8 Uhr wurden wir von einem Bus abgeholt und wieder in dieses Bungee-Center gefahren, wo auch der Sprung stattfand. Da wird man dann erst mal schön gewogen und das Gewicht wird nicht wie beim Fallschirmspringen etwa dezent auf ein Formular geschrieben, nein beim Bungee kriegt man die gemeine Zahl mit rotem Edding(!!!) fett auf den linken Handrücken geschrieben, so das es auch schön jeder lesen kann und nachher auf allen Fotos zu sehen ist. Ich hab noch versucht mich dumm zu stellen und meine Handfläche hingehalten, aber das hat nicht funktioniert, haha, kannten die wohl schon...

Naja, auf jeden Fall gings dann schon direkt los, richtung Brücke. Der erste musste vortreten und sich das Seil um die Knöchel binden lassen und durfte sich noch wünschen ob er ins Wasser eintauchen möchte oder lieber trocken bleiben will.

Als ich an der Reihe war, durfte dann natürlich mal der Azubi ran..na toll...nach mündlicher Anleitung vom Profi hat er dann versucht das Seil festzumachen und hat ungefähr 17 Anläufe gebraucht bis er dann gesagt hat: "i think it's okay now..."

MOMENT: "You THINK it's okay???"

und an den Profi gewandt: "Are you sure that he can do this???"

"Yeah yeah...sweet as... he is the new guy so he is the best for this job...no worries maaan"

Das hab ich mir dann mal übersetzt mit: weil er neu ist, ist er noch aufmerksamer und macht das wahrscheinlich ordentlicher als die, die das jeden Tag hundert mal machen.

Damit hab ich mich dann beruhigt, hab aber selbst noch mal zu Sicherheit fest dran gezogen und an mein Karma appeliert.

Ich wünschte mir dann noch bitte nur mit den Fingerspitzen ins Wasser einzutauchen und hoffte das das auch klappen würde, denn Julia hatte sich auch für die Variante entschieden und hat das Wasser leider gar nicht berührt. Das war laut Bungee-Menschen, weil wir die ersten Springer des Tages waren und das Seil sich über den Tag noch ein bisschen ausleiert.

Aber der Typ hat mir dann noch gesagt, das er das Seil jetzt ein bisschen länger lässt und es sein könnte, das ich bis zu den Armen ins Wasser eintauche.

Dann bin ich aufgestanden und dem Abgrund entgegengehuppst. Und hab den Fehler gemacht nach unten zu gucken. Ich dachte nur: 'Könnt ihr direkt knicken Leute, da spring ich nieeemals runter!!!' und krallte mich darauf hin an einer Eisenstange rechts von mir fest.

Der Typ hat dann die Hand in meinen Rücken gelegt und mich Richtung Tod geschubst: "NO, DONT PUSH ME" hab ich ihn direkt angefaucht, mit den Nerven völlig am Ende.

Amüsiert versuchte er mich zum springen zu überreden und ich sollte springen, wenn er von 3 runtergezählt hat.

3...2...1...

Ich dachte nur jetzt oder nie und lies mich mit einem langen lauten Schrei fallen.

Und was passierte??? ich schluckte nen halben Liter Wasser, weil ich natürlich NICHT nur mit den Fingerspitzen und auch nicht nur bis zu den Armein eingetaucht bin sondern bis zum Bauchnabel, haha... Aber im Nachhinein war genau das das supercoole. Isi alive...hahaa


ich, schon so halb ausgerüstet...fehlt nur noch das Seil :) Hier seht ihr übrigens auch meine neuen Trekking-Schühchen :D

 Voll bereit....

 Ich konnte mir keinen schöneren Ort vorstellen um zu sterben, haha.
Das Publikum liebte mich!!! 


Wer genau hinguckt, kann mich schreien sehen, haha...

Bis zu den Fingerspitzen...?? Is klar -.-


 Da hing ich dann...
...und die zwei hier fischten mich dann ins Boot :)

 jaja die Chiller-Kiwis, haha.


Nach dem ersten Adrenalin-Kick (obwohl der Sprung sooo cool war, war ich übrigens froh nicht direkt den höchsten Sprung mit 134 Metern gewählt zu haben, haha) freuten wir uns dann auf den nächsten gemeinsamen, den Swing wollten wir ja zusammen machen.

Nach 20 minütiger Fahrt in die Berge erreichten wir dann die Station und ich hab mal wieder fast zu heulen angefangen. Man musste nämlich erstmal 30 Meter über eine suuuperdünne, wackelige Brücke die in luftiger Höhe hing bis zur "Gondel" (nenn ich das mal) laufen, wo man dann mit Gürteln und Seilen ausgerüstet wurde. Wir entschieden uns beide Rückwärts fallen und schwingen zu wollen.

Ganz schön wackelig war das!!
 

Langsam liessen wir uns in der Gondel in unsere Ausrüstung sinken, so das wir dann quasi gesessen haben und wurden rausgefahren. Da hingen wir dann, an dünnen Stahlseilen 100 Meter über dem Boden.

Der Typ, der aufs Knöppchen drücken sollte um uns fallen zu lassen fragte: "Are you ready?"

Julia: "YEEEEEAAAHHH"

Isi: "NOOOO"

Mein NO muss er wohl überhört haben und hat den Knopf gedrückt, sodass wir 70 Meter ins Nichts fielen und dann in weitem Bogen durch die Bergwelt schwangen. Es war ein supercooles Gefühl und wieder komplett anders als Bungee- oder Fallschirm-Springen.

kurz bevor es losging...

 
gar nicht so schön, hinter uns direkt der Abgrund... und dann überm Abgrund!!!
 
 


              Hahaha...der Moment des Absturzes...


Wir haben überlebt!!!! Das wieder-reinziehen und aufstehen war gar nicht so leicht!

  So konnte man auch springen...hahah

Seht ihr die andere Gondel, gaaaanz da hinten?? Da konnte man den 134m Bungee-Sprung machen!




















Am Tag darauf gings mit einer extra gebuchten Tages-Tour zum Milford Sound, dem bekanntesten Fjord in Neuseeland. Zuerst stand wieder einmal Busfahren an.

Zwischendurch noch ein paar Fotostopps, die allerdings nur so mediumschön waren und dann auf das Boot, das in der Tour mitgebucht war.

Mit so nem Boötchen sind wir gefahren :)











2,5 Stunden fuhren wir durch den Fjord, an riesigen Wasserfällen, beeindruckender Bergen und in der Sonne liegenden Robben vorbei. Wir hatten sogar so viel Glück ein paar Delphine beobachten zu können, die sich durchschnittlich nur 3 mal im Monat dort blicken lassen. Allgemein hatten wir Touristen einen super Tag erwischt, denn Milford Sound ist einer der regnerischsten Gegenden der Welt. Wir aber hatten strahlenden Sonnenschein :)

Der grösste Wasserfall im Milford Sound.

 


Einfach die Fotos geniessen :)





  Robben und Wasserfälle gabs in Mengen :D
                                Seht ihr das Schiff dahinten?? jaaaa, so gross sind die Berge!!! haha


Hier habe ich versucht einen der Delfine zu fotografieren...Ein Bild konnte ich machen, danach haben sich die Asiaten vorgedräöngelt, haha... Hier sieht man leider nur die Heckflosse...immerhin, hahaha










Alle Fotos und Filme die es über Milford Sound gibt, können diesen magischen Ort einfach nicht so rüberbringen wie es wirklich ist. Super beeindruckend, total mystisch....

Was auch noch ganz lustig war, war als ein Mannschaftsmitglied Gläser vorne auf den Rand des Bootes gestellt hat und der Kapitän dann gaaaaanz nah an einen Wasserfall gefahren ist, sodass die Gläser gefüllt wurden und die Passagiere alle frischstes Wasserfall-Wasser trinken konnten. Hat supi geschmeckt :)

Wasserfallwasser!!! Yeah!!
















Abends war ich dann wieder in Queenstown mit so vielen neuen Eindrücken, sodass ich die nächsten zwei Tage erst mal nix gemacht hab, ausser mit leckerem Eis und meinem E-book in den Queenstown-Gardens zu entspannen. Dann kam Julia auch wieder zurück, die ebenfalls Milford Sound und Stewart Island besichtigt hat, allerdings mit dem Stray-Busunternehmen, mit dem wir sonst auch unterwegs sind (die Südroute hatte ich nicht mit gebucht, deshalb mussten wir uns trennen).

Den Tag darauf, sind Julia und ich dann nach Dunedin gefahren, welche leider nicht auf der Route unseres Busses ist und wir das somit wieder extra gebucht haben (ich weis, alles bissi kompliziert). Von so vielen Leuten hatten wir gehört, wie schön die Studentenstadt doch sei. Als wir ankamen, waren wir allerdings sehr enttäuscht. Irgendwie fanden wir erstmal keinen Gefallen an dieser Stadt. Ja gut, die historischen Gebäude, wie Kirchen und Bahnhof sind ganz schön, aber sonst fanden wirs solala...der Hafen...grottenhässlich.

Nach der ersten Nacht machten wir uns auf zur etwas ausserhalb des Stadtzentrum gelegenen Baldwin-Street, mit 38% Steigung besser bekannt als: Die steilste Strasse der Welt.

Nach ca 1 Stunde Fussmarsch erreichten wir die Strasse und staunten nicht schlecht. Die Motoren der Autos die hochfuhren, haben mir echt leidgetan...hat sich jedenfalls nicht so gesund angehört, haha.

Nach zahlreichen misslungenen Versuchen, die Strasse auch auf Fotos so steil aussehen zu lassen wollten wir dann natürlich auch hoch. Ganz schön anstrengend kann ich euch sagen..aber wir habens geschafft :) Jetzt kann ich immerhin sagen, dass ich die steilste Strasse der Welt einmal hoch und wieder runtergelatscht bin...Isi auf der Jagd der Superlative, haha...


Eine der schönen historischen Kirchen und der Historische Bahnhof...

Von vorne Fotografiert sieht diese Strasse noch ganz gewöhnlich aus, aber...
...von der Seitenansicht, erkennt man warum sie so besonders ist :)






Nach diesem kräftezehrenden Trip hatten wir, wie wir fanden, ein bisschen Entspannung verdient und sind mit dem Bus nach St. Clair zum Strand gefahren.


Dunedin von ein bisschen weiter oben :)


Aaaaaaahaaaaa...deshalb finden alle Dunedin so schön..haha...

Nach dem Sonnenbaden gings dann wieder zurück zum Hostel und wir aßen zu Abend...dann fielen wir ins Bett.

Im Nachhinein muss ich mich übrigens noch ein bisschen korrigieren. Dunedin ist auf den zweiten Blick wirklich ein schönes Fleckchen und man kann gut 1-2 Tage dort verbringen, (nicht zuletzt weil ich hier auch die bisher besten Fish&Chips hatte, haha) kommt für mich aber lange nicht an Wanaka oder Queenstown heran.

Julia fuhr dann wieder zurück nach Queenstown, während ich mich für einen Tag auf nach Oamaru machte um mir kleine Pinguine anzugucken...und zwar mit 25cm Körpergrösse die kleinsten Pinguine der Welt...die Blue Penguin Colony.

In Oamaru angekommen, checkte ich in mein Hostel ein und dann die Gegend. Ziemlich kleiner Ort, mit einer Main-Street, die ich mal hoch und runter gelaufen bin. Auch hier viele schöne historische Gebäude...alles in allem ein süsser Ort...aber ich war ja für die Pinguine da...





Abends um 9 ging ich also richtung Hafen und musste esrt mal 25 Dollar latzen um mir die Pinguine angucken zu können.

Zwei Tribünen, gegenüber voneinander wurden direkt am Ufer gebaut, auf denen die Besucher Platz nehmen konnten. Um ca halb10 gings los und die ersten Pinguine kamen an. Sehr scheu, machten sie immer erst mal nur einen Schritt nach dem anderen und blieben zwischendurch stehen. Sobald sie aber die kleinen Hütten entdeckt hatten, die von den Menschen in Oamaru extra als Pinguin-Unterschlupf gebaut wurden, flitzten die kleinen Dinger schnell wie der Blitz und fielen dabei dauernd über ihre eigenen Füsse, hahaha... das sah so lustig aus.

Leider leider durfte man keine Fotos machen, weil die Pinguine extrem auf helles Licht reagieren, besonders auf weisses Licht. Deshalb bediene ich mich mal an den Fotos aus dem Internet :)

Am Ende hab ich mir dann überlegt, das die 25 Dollar gut investiert waren...die Pinguine bekommen dafür einen sicheren Unterschlupf und es muss ja auch einer fürs Pinguin-Aa wegmachen bezahlt werden!

Am nächsten Tag gings dann auch für mich schon wieder zurück nach Queenstown.

Der Azur-blaue See...hach, in Wirklichkeit noch viiiiel schöner :)

Ein grüner Fleck mitten in Queenstown-City.

Der Hafen.

 Blick auf den See von den Queenstown Gardens aus.


So viel Welt-Rekord-Zeugs in so kurzer Zeit: der erste Bungee-Sprung der Welt, der höchste Bungee-Swing der Welt, die steilste Strasse der Welt und die kleinsten Pinguine der Welt...haha, das is doch was, oder!?

Nach zwei weiteren Nächten gings weiter zum Mount Cook. Aber davon erzähl ich euch im nächsten Post...

Hier noch ein kleines Suchspiel für die Rätsler unter Euch :)
        
                                      Finde den Fehler im Bild, hahaha...



Eure Isi

 

 

 

 

 

 
 

Dienstag, 22. Januar 2013

Über tiefen Fall und Höhenflug...

Hallo Leute,

oh man, ich hab mal wieder soooo viel erlebt!

Zu allererst möchte ich aber mal meckern. Was soll denn dieses scheiss Wetter hier in Neuseeland?? Ich dachte hier wäre Sommer? Stattdessen ist es kalt, windig und regnerisch. Alle laufen mit langen Hosen, dicken Fliessjacken und Regenkleidung rum.
Zwischendrin gibts zum Glück auch immermal nen schönen Tag...was hilft, keine Depressionen zu kriegen.

Nachdem ich nach den letzten 2 Tagen Regenwetter in Wellington im Hostel fast vergammelt bin, hab ich mir gedacht reiste einfach mal weiter. Also HopOn-HopOff-Ticket und Fähren-Ticket richtung Südinsel gekauft und ab gings. Natürlich hat mir die Frau an der Hostel-Rezeption direkt mal die falsche Abfahrtszeit vom Shuttle-Bus morgens zum Hafen genannt und so war ich eine Stunde zu spät dran und musste mir ein teures Taxi zum Hafen nehmen. Also in Asien war das irgendwie einfacher. Nicht der beste Start hier.

Ich bin dann aber noch in allerletzter Minute angekommen und so durfte ich auch mit :)
Leider hats mal wieder geregnet und so gibts nur verregnete Bilder von den Fjorden.






















Auf der Südinsel angekommen hoppte ich dann in den Bus und auf gings zum ersten Stopp: dem AbelTasman-Nationalpark.



Auf der Fahrt lernte ich Julia kennen, ein Mädel aus Bonn mit der ich mich direkt super verstand und mit der ich seitdem zusammen reise :)

Und was macht man im AbelTasman Nationalpark, mit wunderschöner Natur und türkisem Meer?

Wandern und.....Genau:

FALLSCHIRMSPRINGEEEEEEEEN!!!!!

Wir buchten am Abend noch spontan den SkyDive-Trip, weil angeblich am nächsten Tag gutes Wetter werden sollte...und wir hatten Glück!!! Strahlend blauer Himmel, der für die letzten Tage Regenwetter entschädigte. Ich muss ja wirklich sagen, bei trüben Wetter finde ich Neuseeland tatsächlich nur so lala, wofür mich jetzt bestimmt einige anmeckern würden...ABER: sobald die Sonne rauskommt ist Neuseeland so besonders, so wunderschön wie ich es aus den Erzählungen von Freunden kenne. Die Wälder leuchten unglaublich grün, das Meer glitzert strahlend türkis und es riecht so gut, dass man jedesmal tief einatmet, wenn man rausgeht.

Auf jedenfall war das genau SO ein Tag und wir freuten uns zu zweit auf den geplanten Adrenalinkick.

Als wir dann im Fallschirmsprung-Dress Richtung Flugzeug gingen, sah das allerdings schon wieder ganz anders aus, haha. Julia war relativ ruhig, während ich schon nach der Mama gerufen hab! Aber sie hat ja auch "nur" den 13000-Fuß-Sprung gemacht. Ich musste ja natürlich wieder den höchsmöglichen Sprung mit 16500-Fuß wählen -.- Aber wenn schon denn schon, oder!?, haha.



Wir, jeweils mit Tandem-Partner und eigenem Kamera-Mann(!) hockten dann also im Flugzeug. Ich, kurz vorm heulen, dachte mir: Wie bekloppt muss man eigentlich sein, so ne Scheisse zu machen? Leute, ich kann euch nur sagen: NACH dem Sprung weis man das!!! Eine Erfahrung, die man in seinem Leben gemacht haben muss.










Julia und ich kurz bevor es losging......

und ich mit meinem Tandem-Menschen :)


...schön kuschelig, haha

 Das schlimmste war, dass ich wusste, das der Typ hinter mir genau zweimal wippt und dann springt...mit mir vornedran!!!
 Wenn man einmal fällt, denkt man zum Glück nicht mehr drüber nach ob der Schirm wohl aufgehen mag...das vergisst man, haha.

                                            Die Aussicht auf die Stadt Nelson und Meer.



Wir waren dann relativ früh zurück, sodass wir beschlossen noch wandern zu gehen.

Nach einem 4-stündigen Trek war ich um viele schöne Bilder und 7(!!!) Blasen reicher :/

(ich muss mir wohl doch richtige Wanderschuhe kaufen / EDIT: hab ich auch gemacht :))



 

...unser Hostel, mit vielen kleinen 2er Bungalows.
...der auserwählte Trek,
 
und die wunderschöne Landschaft...





Nach einer weiteren Nacht gings dann weiter nach Blackball...noch nie gehört?? Kein Wunder, ist nämlich ein Kaff mit ca. 5 Häusern mitten im Nirgendwo. Ich hätte nicht gedacht, dass die Busgesellschaft es so ernst meint mit dem Slogan 'Stopps auch weitab der Touristenpfade'...haha.

Auf dem Weg nach Blackball hielten wir übrigens noch mitten in der Pampa an um einen Baum zu pflanzen, der den Namen Steve bekam und zum Abschied von allen ein Küsschen auf einen seiner jungen Äste bekam, hahaha.

 
           Unser Busfahrer Beanz, der den Baum pflanzt, und ein Mitreisender, der dem                             Bäumchen gerade einen Abschieds-Glückskuss gibt :)


In Blackball ist keiner off-gehoppt und so fuhren wir am nächsten Tag alle nach einer kleinen Dorf-Führung in der uns vom geschichtlichen Hintergrund von diesem Ort erzählt wurde (Stichwort: Kohleabbau), weiter zum Franz-Josef-Gletscher.

Hier noch schnell ein Foto von unserer Unterkunft in Blackball, dem Hilton, hahaha
 


Nach der ersten Nacht Nähe Gletscher stand eigentlich für die, die eine Tour gebucht hatten, die besagte an. Aaaber aufgrund des schlechten Wetters wurde alles abgesagt...zu gefährlich.

Also stand allen ein Ruhetag bevor. Viel Schlaf, lesen, fernseh gucken, im (grottenschlechten) Internet surfen, usw...

Für den Tag darauf wurde dann spätere Abfahrtszeit angekündigt, damit jeder noch seine Tour unternehmen konnten. Julia und ich haben noch eine Schweizern und Österreicherin kennengelernt, mit denen wir uns zu dem kostenlosen Trek verabredet hatten.



 Da!! Der Gletscher, könnt ihr ihn sehen?? Ohne Tour durfte man natürlich nicht drauf..aber sieht ja trotzdem schön aus ;)

 

Da haben wir versucht auf den Gletschereingang zu zeigen, haha..naja...


 

 

 

 
 
 Leider hats dann wieder angefangen zu regnen, aber wir mussten nur bis zur nächsten Strasse laufen, von da hat uns zum Glück eine deutsche (wer hätts gedacht) Reisende in ihrem Mietauto bis ins Dorf mitgenommen :)
 
2 Stunden später gings dann schon wieder weiter...nächster Stopp: Wanaka.
 
Auf der Fahrt machten wir übrigens öfter mal Halt um ein paar Landschaftsfotos zu knipsen:
 
 
  Die Pancake-Rocks. Seht ihr die Menschen ganz klein da drüber laufen?? jaaa sooo gross war das!!

Hier hielten wir für eine kleine Pipi-Pause...


Wasserfall-Stopp :)
 
So, jetzt aber...Wanaka.
Ein sooooooooooooooooo schöner Ort wie man es sich kaum vorstellen kann. Schon auf der Fahrt staunten wir nicht schlecht, als wir an den Seen vorbei gefahren sind. Der eine so krass türkis, der andere von einem so intensiven Blau das man nicht glauben kann, dass das möglich ist. (Ich persönlich glaub ja, das die da irgendwas chemisches reingeschüttet haben, haha)
 
In echt war der noch viel viel leuchtender!!!

 
 Schon bevor wir ankamen, erzählte mir Julia, das sie gehört hat, das dieser Ort so schön sein soll... und da unser Bus schön am nächsten Morgen weitergefahren ist, entschieden wir off zu hoppen und einen Tag länger zu bleiben...zum Glück!!!
 
Hier noch ein paar Fotos vom Seeufer:
 

 
Nach der ersten Nacht sind die anderen also weitergefahren. Wir wollten mal wieder ein bisschen wandern und entschieden uns dem Mount sowiso (sorry, hab vergessen wie der hies) hoch zu latschen für ne gute Aussicht und danach dann noch um den See zu wandern...naja den Berg sind wir noch hochgekommen und die Aussicht war super...
 
 
...und wir haben auch nur 40 Minuten hochgebraucht, aaaber das war soooo scheisse steil, ich musste alle 5 Meter mal kurz anhalten um nicht vor Erschöpfung umzukippen, haha... So was anstrengendes sag ich euch. Und runter war auch nur gering besser, weil das wirklich sooo steil war, das man auch sich auch beim runtergehen total anstrengen musste. Als wir wieder in der Stadt waren haben wir uns also GEGEN das weitere Wandern entschieden, haha.
In Wanak hab ich übrigens auch eeeeendlich die Claudia aka Cloode und ihre Schwetser getroffen, mit denen ich mich eigentlich schon für Wellington verabredet hatte, was dann ja leider nicht geklappt hatte.
Wir haben erst mal bequatscht wie schön Neuseeland doch ist und wo ich noch überall hinmuss und abends sind wir dann auf nen Drink in einer Bar gegangen. Das war echt superlustig.
Achso, für die, dies nicht wissen...Cloode ist ne gute Freundin und ehemalige Arbeitskollegin von meiner Schwester, die vor 4 Jahren für ein Jahr Work and Travel in Neuseeland war.
Leider hab ich Dummi vergessen Fotos zu machen, obwohl ich extra noch die Kamera dabei hatte, hmpf...
 
So Leute...echt langer Post würd ich mal sagen...Ich hoffe ich hab euch nicht gelangweilt.
Ich war heute morgen schon Bungee-jumpen und Bungee-swingen (der höchste Swing der Welt!!!)
Aber erstens wird mir der Post hier zu lang und zweitens hab ich keine Lust mehr jetzt, hahaa...
Sitze gerade übrigens mitten auf dem Bürgersteig an einer Telefonzelle, weils hier kostenloses Wifi gibt...Man muss ja sparen wo man kann!
Das Fallschirmsprungvideo konnt ich leider nicht hochladen, ich glaube weils ne komische Datei ist.
Ich mach mich ma im Internet schlau und versuchs dann nochmal :)
 
Ich hoffe Euch gehts allen gut,
Eure Isabell :).
 
 
 
  
 
 
 
 

Samstag, 12. Januar 2013

SCHLAAAND...und Neuseeland

Hallo Leute,

jaaaaaa, was war das lustig.

Für die Leute, dies eventuell nicht mitbekommen haben: die letzten drei Wochen war ich in Deutschland zu "Besuch".
Anfang Dezember, hatte ich mich kurzfristig entschieden, Weihnachten nicht ohne meine verrückte Familie feiern zu wollen...und so buchte ich einen Flug.

Wäre aber natürlich langweilig gewesen einfach anzurufen und zu sagen: "Ich komm heim, holt mich ma am Flughafen ab!".
Neenee...wenn ich schon so nen Umweg mach, dann will ich auch was zu lachen haben.
Also setzte ich mich mit meiner lieben Schwester in Verbindung und heckte mit ihr dann den Plan aus.
Die hat meiner Mama nämlich erzählt, das sie doch früher nach Hessen kommen würde (wohnt in Köln) und das Sie sie morgens um 9 am Bahnhof abholen soll...natürlich auf meine Ankunft in Ffm abgestimmt :)

Nachdem ich also in Deutschland gelandet war, hab ich mich in die S8 gehockt und bin auf Richtung Muddi.
Perfekt getimet, kam ich dann an und die Mudder hats erst ma ned gecheckt: "Häää??? du bist das falsche Kind!!!!!"
Coole Begrüßung, was!? hahaha.
Nachdem ich meiner Mama dann erklärt habe das die Laura doch erst an heilig Abend kommt, weil die noch arbeiten musste, kams im Hirn an und dann hat se sich richtig gefreut und direkt mal geheult, harr.
Es ging direkt zur Connie (Freundin von meiner Mama). Die hat mich erst mal mit nem ganz normalen 'Hallo' begrüßt, hats nach 5 Sekunden dann aber auch gecheckt und grosse Augen gemacht...hahaha das war herrlich.
Nach viel gebabbel hat sich meine Mama dann telefonisch bei meiner Tante mit der Laura zum Essen angekündigt und meinen Papa noch eingeladen.
Und dann hiess es wieder: ÜBERRASCHUNG!!! mittlerweile hatte die Mudder mehr Spass am überraschen als ich und alle haben sich gar nicht mehr eingekriegt. Nur ich hing dann ein bisschen rum, weil ich noch ge-jetlagt war.

Ein paar Freunde hab ich dann auch noch überrascht...also: Mission geglückt :)

Platz 1 ging übrigens an meine liebe Tante Petra, die es erst kapiert hab als ich nach ca. 15 sek auf sie zulaufen, direkt vor ihr stand.

Weihnachten war wieder mal super lustig, da hat sich der Umweg auf jeden Fall gelohnt und ich bin froh, dass ich mich dazu entschieden hab :) Es war auch ganz schön, nach 3 Monaten in komplett fremder Kultur mal wieder nicht jeden Tag mit neuen Eindrücken bombardiert zu werden.
So hatte ich jetzt Zeit alles ein bisschen zu verarbeiten und mein Hirn ist bereit für Neues.

Und mit Neues meine ich: NEUSEELAND....juhuuuu.

Mittlerweile ist schon der 3. Tag hier in Wellington, und ich lieeeebe es :) es ist so wunderschön hier und ich kann es garnicht mehr abwarten, was Neuseeland sonst noch so zu bieten hat.

Jeden morgen frühstücke ich auf ner Bank am Hafen und lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen :) Ansonsten spaziere aka wandere ich durch die Strassen und an der Uferpromenade entlang.

Gestern war ich im 'Te Papa', ein Museum das anscheinend ziemlich bekannt ist (ich hab davon vorher noch nieeee gehört!). Ein riesiges Gebäude in der man sich über die Geschichte Neuseelands informieren kann. Ich fands allerdings ein bisschen verwirrend . Da ist im wahrsten Sinne des Wortes die GANZE Geschichte Neuseelands beschrieben. Also von der Entstehungsgeschichte der Welt, über Dinosaurier und den Urknall, die ersten Tiere danach, Skelette von Walen, Haien und anderen Meeresbewohnern über diverse Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche, Tsunamis und Erdbeeben (da konnte man sich sogar in ein kleines Haus stellen, in dem ein Erdbeeben simuliert wurde), über die Geschichte der Maori, über die 20er, 30er, 40er usw, die Schwulen und Lesbenrevolution und so weiter und sofort...also ich wusste garnicht wo ich zuerst hingehen sollte, das war alles irgendwie so durcheinander. Hab mir dann von allem ein bisschen angesehen und allein dafür 4 Stunden gebraucht. Dann war mein Hirn überladen, haha.

Morgen will ich dann noch in den botanischen Garten gehen. Bevor es weiter geht.

Eben habe ich eine HopOn-HopOff-Tour gebucht. Eigentlich hätte ich Neuseeland ja lieber mit dem Auto/Camper bereist, aber für die "kurze" Zeit die ich hier bin lohnt sich das einfach geldtechnisch her nicht.

2 weitere Nächte bleib ich also noch und dann gehts auf die Südinsel :)



Hier am Hafen habe ich immer schön gefrühstückt :)
 Blick auf Wellington...

Ich auf der Küstenpromenade






Eure Isi

neues PS: leider kann ich nicht sooo viele Bilder reinstellen, weil ich das jetzt nur noch auf nem total komplizierten Umweg reinstellen kann, der eeeewig lange dauert. Beim nächsten Post hab ich hoffentlich gutes Internet und viel Zeit und hoffe auch mein Fallschirmsprung-Video reinstellen zu können, damit ihr was zu lachen habt, haha...Hab euch alle lieb, Grüsse aus dem wuuuuunderschönen Wanaka.